SPD-Fraktion will künftig freien Eintritt beim Rastatter Faschingsumzug / Antrag gestellt

Joachim Fischer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rastatter Gemeinderat, hat sich mit folgendem Schreiben an OB Hans Jürgen Putsch gewandt. Ziel der SPD-Fraktion ist es, ab 2019 keine Eintrittsgebühren mehr für den Rastatter Faschingsumzug verlangen. Den „Einnahmeausfall“ soll stattdessen die Stadt übernehmen – daher soll im Haushalt 2018, der am 5. März zur Abstimmung im Gemeinderat ansteht, in den Jahren ab 2019 ff. ein Barzuschuss von 15.000 € jährlich für das Umzugskomitee eingestellt werden.

Das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Pütsch,

gestatten Sie mir, dass ich mich formlos per E-Mail an Sie wende, um den namens der SPD-Fraktion bei der gestrigen FV-Besprechung angekündigten  Antrag zum HH 2018 und ff. und zur weiteren Vorgehensweise beim Rastatter Faschingsumzug zu „verschriftlichen“:

Die SPD-Fraktion stellt den Antrag zum HH 2018 und ff., dass aus städtischen Mitteln künftig (ab 2019) ein Barzuschuss von 15.000 € jährlich eingestellt wird – die Auswahl der  entsprechenden HH-Stelle würde ich der Stadtverwaltung überlassen. Mit diesem Betrag soll haushaltsrechtlich Vorsorge für den – von der SPD-Fraktion gewünschten – Fall zu treffen, dass der unter Ziffer 2 genannte Antrag Erfolg hat. Dieser Barzuschuss wird dem Umzugskomitee des Rastatter Umzugs zur Verfügung gestellt, um den Wegfall der Eintrittsgelder auszugleichen.

Ich bitte Sie, in den zuständigen Gremien (dies dürfte der VFA sein), den Antrag der SPD-Fraktion auf die Tagesordnung zu nehmen: Die SPD-Fraktion beantragt, dass künftig ab 2019 ff. auf die Erhebung von Eintrittsgeldern beim Rastatter Faschingsumzug verzichtet wird und zum Ausgleich ein städtischer Barzuschuss von 15.000 € jährlich dem Umzugskomitee zur Verfügung gestellt wird.

Begründung: Die SPD-Fraktion hält die Erhebung von Eintrittsgeldern für nicht mehr zeitgemäß,  zu aufwändig und zu bürokratisch. Im Verhältnis zur eingenommenen Summe ist aus unserer Sicht der Aufwand, rund 100 Kassenhelfer (die Suche übernimmt das Umzugskomitee der GroKaGe) zu finden, Kassenposten aufzustellen, dort Absperrungen auf- und wieder abzubauen, wobei sich auch nie eine „lückenlose“ Erhebung sicherstellen lässt, bei weitem zu hoch. Es wäre zudem eine wirksame und spürbare Entlastung für das Umzugskomitee, wenn wir die Energie, die bislang in das Kassieren und Organisieren der Erhebung von Eintrittsgeldern investiert werden musste, in die Gestaltung und Aufwertung des Umzugs selber umlenken könnten.

In anderen Städten und Gemeinden des Umlandes wird bereits auf die Erhebung von Eintrittsgeldern verzichtet bzw. wurden noch nie welche erhoben.

Die SPD-Fraktion sieht darin auch einen Beitrag, die Zuschauerzahlen zu erhöhen, um auch den aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein beeindruckendes  Umzugserlebnis mit zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern in bester Laune zu ermöglichen.

So könnten wir mit einer wirklich überschaubaren Summe den Ehrenamtlichen, die den Umzug mit viel Aufwand vorbereiten und organisieren, spürbar und wirksam unter die Arme greifen und ein Zeichen dafür setzen, dass dem Gemeinderat und der Stadt der Umzug wirklich am Herzen liegt.

Mit den besten Grüßen

Joachim Fischer

Stadtrat

SPD-Fraktionsvorsitzender

Rheintorstraße 7

76437 Rastatt

Telefon: 0170/2856953