Einzug in neue Anschlussunterkunft Weiherstraße verzögert sich

Flüchtlingsheim unter Wasser

Das Wasser stand im gesamten Erdgeschoss und in der ersten Etage. Foto: Bettina Hesse

Die neue Anschlussunterkunft in der Niederbühler Weiherstraße sollte eigentlich am Dienstag, 16. Oktober, bezogen werden. Jetzt müssen sich die künftigen Bewohner noch sechs bis acht Wochen gedulden, bis sie ihr Zuhause in Besitz nehmen können. Denn in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober schlug die Wasserleitung im ersten Obergeschoss leck. Genauer gesagt, es löste sich ein Flexschlauch, sodass rund 20.000 Liter Wasser die ersten Etage und das Erdgeschoss fluteten. Die Böden konnten relativ rasch getrocknet werden. Doch die Feuchtigkeit sitzt in Decken und Wänden. Professionelle Bautrockner sollen nun dafür sorgen, dass das Flüchtlingsheim so schnell wie möglich zur Verfügung steht.

RA today: Das Wohnheim in der weierstraße verfügt über vier Pkw-Stellplätze und eine Unterstellmöglichkeit (im Hintergrund) für 32 Räder. Foto: Bettina Hesse
Das neue Wohnheim in der Weiherstraße bietet 48 Menschen Platz, verfügt über vier Pkw-Stellplätze und eine Unterstellmöglichkeit (im Hintergrund) für 32 Räder. Foto: Bettina Hesse

Nicht nur die Wohnbereiche, auch die Stromverteilung und die Brandmeldezentrale sind vom Wassereinbruch betroffen. Wie die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg sagte, habe das mit der Installation beauftragte Unternehmen bereits die Verantwortung für den Schaden übernommen.

RA today: Die Fluren wirken unversehr, das Wasser aber steckt in Decken und Wänden. Foto: Bettina Hesse
Die Flure wirken unversehrt, das Wasser aber steckt in Decken und Wänden. Foto: Bettina Hesse

Wenige Stunden, bevor das Malheur passierte, hatte die Stadtverwaltung im Niederbühler Bürgersaal über die neue Einrichtung und deren künftige Nutzer informiert. Danach sollen 38 Männer, Frauen und Kinder einziehen. Sie stammen aus unterschiedlichen Ländern, wie zum Beispiel Afghanistan, Pakistan, Gambia, Kamerun, Eritrea, Georgien oder China. Alle leben den Informationen zufolge schon länger in Deutschland oder sogar in der Region, finden sich dort einigermaßen zurecht und haben deutsche Sprachkenntnisse. Der überwiegende Teil der neuen Bewohner macht eine berufliche Ausbildung oder hat einen festen Arbeitsplatz.

RA today: Blick in eines der zehn Quadratmeter großen Einzelzimmer, die mit Bett, Tisch und Stuhl sowie einem kleinen Schrank ausgestattet sind. Foto: Bettina Hesse
Blick in eines der zehn Quadratmeter großen Einzelzimmer, die mit Bett, Tisch und Stuhl sowie einem kleinen Schrank ausgestattet sind. Foto: Bettina Hesse

Die Anschlussunterkunft ist nicht unterkellert und bietet auf drei Etagen Raum für 48 Menschen, die in 32 Einzel- und Doppelzimmer untergebracht werden. Im Haus werden Männer, Frauen und Kinder leben, aber keine Familien. Auf jeder Etage gibt es zwei Wohngruppen für sechs bis acht Personen mit eigenen Zugängen. Jede Gruppe verfügt über einen Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile, sanitäre Anlagen und Duschen sowie eine Terrasse oder einen Balkon.

RA today: Jede Wohngruppe verfügt über einen solchen Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile. Foto: Bettina Hesse
Jede Wohngruppe verfügt über einen solchen Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile. Foto: Bettina Hesse

Auf Wunsch werden die Bewohner von sogenannten Integrationsmanagern des Landkreises Rastatt beraten und unterstützt. Diese bieten im Landratsamt zweimal wöchentlich Sprechstunden an, kommen aber auch ins Haus – in der Anfangszeit wöchentlich oder zumindest alle zwei Wochen. Um das 3,3 Millionen Euro teure Gebäude kümmert sich der Hausmeister, der in Vollzeit bereits die Anschlussunterkunft im Bittler betreut.

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