Daimler-Werkleiter informiert über Mitarbeiterbefragung

Steigen Elsässer auf Bus um?

RA today: Auch Wintersdorf leidet unter dem Daimler-Pendlerverkehr. Foto: Lars Brandenburg
Auch Wintersdorf leidet unter dem Daimler-Pendlerverkehr. Foto: Lars Brandenburg

Die Daimler-Werkserweiterung war Thema beim jüngsten Bürgergespräch von OB Hans Jürgen Pütsch in Ottersdorf. Das Stadtoberhaupt hatte den Standortverantwortlichen Thomas Geier mitgebracht. Der Leiter der Rastatter Automobilfabrik bekräftigte einmal mehr, dass Daimler alles tun werde, um das Verkehrsaufkommen rund um das Werk zu verringern – und berichtete von der unlängst durchgeführten Mitarbeiterbefragung, an der sich von den etwa 10.000 am Standort Beschäftigten rund 3.500 beteiligt hatten.

Aus dem Elsass mit dem Bus ins Werk

Was besonders die Ottersdorfer und Wintersdorfer interessieren dürfte: Rund 750 der etwa 1.000 Pendler aus dem Elsass können sich laut Thomas Geier vorstellen, ihren Pkw an Sammelplätzen auf elsässischer Seite zu parken und von dort mit dem Bus zum Arbeitsplatz zu fahren. Außerdem hätten 1.000 Mitarbeiter angegeben, künftig den ÖPNV nutzen zu wollen, berichtete der Werkleiter. Rund 230 Beschäftigte würden mit dem Rad kommen, wenn sie damit aufs Werkgelände direkt vor ihre Umkleiden fahren dürften. Für E-Bikes werde man daher schon in Kürze kostenlose Ladestationen zur Verfügung stellen, kündigte er an.

RA today: Würde der Daimler-Mitarbeiterparkplatz immer so leer sein, gäb es wohl keine Verkehrsprobleme rund ums Werk. Foto: Bettina Hesse
Würden die Daimler-Mitarbeiterparkplätze immer so leer sein, gäbe es wohl keine Verkehrsprobleme rund ums Werk. Foto: Bettina Hesse

Thomas Geier räumte auf eine kritische Bemerkung aus der Zuhörerschaft ein, dass Daimler in den vergangenen Jahrzehnten das Thema Buspendelverkehr „nicht aktiv“ angegangen sei. Mehr noch, eine ursprünglich eingerichtete Buslinie wurde mangels Zuspruch wieder aufgegeben.

Für zweispurigen Kreisverkehr ausgesprochen

Um Ottersdorf und Wintersdorf vom Pendlerverkehr zu entlasten, sprach sich Thomas Geier für einen zweispurigen Kreisverkehr an der Einmündung der ehemaligen Natostraße in die L 75 aus. Aus der Zuhörerschaft kam der Vorschlag, in beiden Orten die Ampeln während der Schichtwechselzeiten länger auf Rot zu schalten, um die Durchfahrt unattraktiv zu machen.

Der Idee des Ottersdorfer Ortsvorstehers, eine Verbindungsstraße entlang der Bahnlinie zu bauen (RA today berichtete), erteilte OB Hans Jürgen Pütsch eine Absage. Sowohl die Naturschutzverbände als auch die Obere Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe lehnten diese Straße ab, die ohnehin für die Werksentwicklung nicht zwingend erforderlich sei.

Öffentliche Gemeinderatssitzung

Der Rastatter Gemeinderat soll in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 8. November, in der BadnerHalle endgültig einen Knopf an die Machbarkeitsstudie machen. Das wünscht sich nicht nur OB Hans Jürgen Pütsch. Auch Thomas Geier hat bereits eine Entscheidung noch in diesem Jahr eingefordert.

MEHR NEWS

Ihre Meinung ist uns wichtig

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine personenbezogenen Daten zur Kontaktaufnahme und für Rückfragen dauerhaft gespeichert werden. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit per E-Mail an info@schauppel-pr.de widerrufen.

* Pflichtfelder

Eine Kopie Ihres Schreibens finden Sie nach dem Absenden in Ihrem E-Mail Postfach.