Früherer Musikschulleiter wurde nur 73 Jahre alt

Pal Molnar gestorben

RA today: Pal Molnar mit seiner Erfindung, dem Stimmstock aus Karbon. Sie machte den Rastatter in Fachkreisen weltweit bekannt. Archivfoto: Beatrix Ottmüller
Pal Molnar mit seiner Erfindung, dem Stimmstock aus Karbon. Sie machte den Rastatter in Fachkreisen weltweit bekannt. Archivfoto: Beatrix Ottmüller

Pal Molnar ist tot. Der ehemalige Rastatter Stadtmusikdirektor starb, wie erst jetzt bekannt wurde, am 19. Februar im Alter von 73 Jahren. Der gebürtige Ungar leitete von 1982 bis 2009 die städtische Musikschule, hat sich aber auch als Dirigent der Baden-Badener Philharmonie und Komponist des Singspiels „Unsere Stadt“ einen Namen gemacht, das  anlässlich der 900-Jahr-Feier mit 500 Mitwirkenden uraufgeführt und zum 925. Stadtgeburtstag erneut im Schlosshof gezeigt wurde.

Stimmstock aus Karbon erfunden

Neben der Musik war das Restaurieren von Violinen und Bratschen seine große Leidenschaft. Im Ruhestand nutzte Pal Molnar aber auch seine Zeit, um eine große Erfindung zu machen, die in Musikerkreisen weltweit für Aufsehen sorgte: der erste Stimmstock aus Karbon.

Mit „Neuer Seele“ weltweit erfolgreich

Ein Stimmstock aus Holz steckt schon seit Jahrhunderten in jedem Streichinstrument. Aus Karbon gefertigt, lässt er sich aber noch feiner justieren. Ob Violine, Cello, Bratsche oder Kontrabass: Der kleine Stab hilft den Klang zu verbessern. In einigen Ländern nennt man ihn denn auch die „Seele“ des Instruments. Pal Molnar hat seiner Erfindung deshalb den lateinischen Namen Anima Nova (auf Deutsch: Neue Seele) gegeben.

Sein Stimmstock wurde rasch zum weltweiten Erfolg. Selbst in eine Stradivari wurde er schon eingebaut. Und so arbeitete der ehemalige Musikschulleiter zuletzt mit zahlreichen Geigenbauern von Kuala Lumpur bis Alaska zusammen. Bis er nun viel zu früh aus seinem Leben gerissen wurde, das er ganz der Musik gewidmet hatte.

Am kommenden Freitag wird Pal Molnar auf dem Rastatter Stadtfriedhof beigesetzt. Die Trauerfeier beginnt um 13 Uhr.

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