Eichenprozessionsspinner ist gefährlich für Mensch und Tier

Kampf gegen Schädlinge

Die kleinen Raupen werden mit dem biologischen Mittel NeemAzal besprüht. Foto: Florian Bayer

Der Eichenprozessionsspinner ist klein, behaart und unscheinbar. Doch die Nachtfalter setzen nicht nur dem Eichenbestand in Wäldern und Parks zu, sondern sie können auch für Mensch und Tier gefährlich werden. Wenn die Raupen schlüpfen, entwickeln sie giftige Brennhaare. Um die Schädlinge zu bekämpfen, hat die Stadt Rastatt eine Fachfirma beauftragt, die aktuell rund 500 Eichen im Stadtgebiet und den Ortsteilen mit einem biologischen Präparat besprüht.

Eine halbe Million giftiger Brennhaare pro Tier

Die Bekämpfung ist nur in einem sehr begrenzten Zeitraum möglich und von der Witterung abhängig. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich die Raupen zwischen dem ersten und dritten Larvenstadium und haben ihre Brennhaare noch nicht entwickelt. Voll ausgebildete Eichenprozessionsspinner besitzen rund eine halbe Million giftiger Brennhaare. Deren chemisch wirkendes Eiweißgift Thaumetopoein kann Krankheiten auslösen, wie allergische Schockreaktionen, Dermatitis, Lungenentzündung und Infektionen der Luftwege.

Schutzmittel unbedenklich 

Bereits seit dem Jahr 2014 setzt die Stadt bei ihrer vorbeugenden Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auf das biologische Mittel NeemAzal, das unbedenklich gegenüber Menschen und Haus-, Wirbel- oder Nutztieren und zudem umweltverträglich sei, wie die Verwaltung betont. Die Gesamtkosten liegen in diesem Jahr bei rund 8.000 Euro.

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