Dienstag,10. Dezember,2019

Platzberegnung mit Trinkwasser für FC 04 unbezahlbar

„Wenn wir Trinkwasser für die Beregnung unserer Rasenflächen verwenden müssen, ist der Verein finanziell tot!“ So kommentiert Mathias Berner, kommissarischer Vorsitzender des FC Rastatt 04, eine Beschlussvorlage für die jüngste Sitzung des Rastatter Gemeinderats. Danach darf der Traditionsverein kein Wasser mehr aus seinem eigenen Brunnen verwenden, weil es mit PFC belastet ist. Im Gegenzug wird das Münchfeldstadion an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen, wie auch das angrenzende Gelände des Boule-Clubs. Das hat das Gremium einstimmig entschieden.

Trinkwasser wird aus dem Elsass importiert

Grundsätzlich begrüßt der FC 04 diesen Schritt. Denn seitdem bekannt wurde, dass das vom Verein genutzte Brunnenwasser mit PFC verseucht ist, müssen sich die Fußballer mit Trinkwasser behelfen, das sie in großen Kanistern aus dem Elsass  importieren. Auch Geschirr und Gläser werden in der Vereinsgaststätte damit gespült. Dass der Verein aber auch seine beiden Rasenplätze mit Trinkwasser beregnen soll, hält Mathias Berner mit Blick auf die Kosten für nicht machbar.

Kein Trinkwasser! Der FC Rastatt 04 und der Boule-Club (Bild) weisen deutlich darauf hin, dass ihr PFC-belastetes Wasser nicht konsumiert werden darf. Foto: Florian Bayer

Im Rastatter Rathaus zeigt man sich grundsätzlich bereit, den Verein finanziell zu unterstützen. Man führe gerne, wenn der FC 04 die Mehrkosten für die Beregnung mit Trinkwasser benennen könne, ein ergebnisoffenes Gespräch. Allerdings müsse man dabei beachten, dass es zu keiner Ungleichbehandlung mit anderen Rastatter Vereinen komme, teilte die stellvertretende städtische Pressesprecherin Heike Vetter mit.

Vereine müssen Kosten für Hausanschluss tragen

Die Kosten für den Anschluss des Münchfeldstadions und des angrenzenden Boule-Club-Geländes ans Trinkwassernetz in Höhe von etwa 45.000 Euro tragen die Stadtwerke. Der FC 04 muss aber den rund 3.400 Euro teuren Hausanschluss seines Vereinslokals selbst bezahlen, und auch der Boule-Club muss für den Anschluss seiner Gaststätte rund 4.600 Euro aufbringen. Ob und in welchem Umfang weitere Vereine von PFC betroffen sind oder zukünftig sein könnten, will die Stadtverwaltung in Erfahrung bringen und dann mit dem Gemeinderat das weitere Vorgehen abstimmen.

Auch der Boule-Club wird jetzt ans öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen. Foto: Lars Brandenburg

 

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