Sonntag,15. Dezember,2019

Bewerbungskonzept für Landesgartenschau fast fertig

Auf der Zielgeraden befindet sich die Bewerbung Rastatts um die Durchführung der Landesgartenschau (LGS) in den Jahren 2032, 2034 oder 2036. Bis zum 19. Dezember müssen die Unterlagen beim zuständigen Ministerium eingereicht werden. In der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses der Stadt Rastatt stellte Dipl.-Ing. Elke Ukas, die mit der Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen beauftragt ist, die wichtigsten Inhalte der Bewerbung und die Stationen der Bürgerbeteiligung vor. Die endgültige Beschlussfassung soll am 16. Dezember im Gemeinderat erfolgen, also drei Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist.

Inhalte des Konzeptes

Der westliche Stadtrand zwischen Oberwaldstraße und Wohnbebauung soll zu einem öffentlichen Freiraum für Mensch, Natur und Klima entwickelt werden. Dieser große zusammenhängende Naherholungsraum soll die Attraktivität der Stadt weiter stärken. Elke Ukas sieht die Landesgartenschau als Motor, um die gesamtstädtische Entwicklung voranzutreiben. So sollen zum Beispiel die Riedorte über ein attraktives Radwegenetz angebunden, neue Ausflugsziele geschaffen und die Gastronomie gestärkt werden.

Die Ottersdorfer Straße könnte während der LGS für Fahrzeuge gesperrt werden. Archivfoto: Franz Sachse

Eine zentrale Rolle spielt die Schlossachse als Verbindung vom Bahnhof über das Schloss und den Schlosspark bis zum LGS-Gelände. Durch die dauerhafte Öffnung des Schlosses und einen zu schaffenenden Aussichtpunkt in der Achse im Gartenschaugelände, etwa einen Turm, soll sie gestärkt werden. Weitere Idee: Den Autoverkehr aus der Ottersdorfer Straße verbannen, allerdings beschränkt auf das Jahr der Gartenschau.

Die Murg wird in das Konzept miteinbezogen. Hier sollen neue attraktive Promenaden und Aufenthaltsbereiche am Wasser entstehen. Nördlich der Ottersdorfer Straße sieht das Konzept im Landschaftspark „Oberwiesen“ Aufenthaltsflächen mit Spiel- und Freizeitangeboten für alle Generationen, Gemeinschaftsgärten und Kleingärten vor.

Die Murg wird in das Konzept der Landesgartenschau einbezogen. Foto: Florian Bayer

Die Themen des Klimaschutzparks „Kolbengarten“ sind die Verknüpfung von Biodiversität und Naherholung, eine reich strukturierte Landschaft, die Aufforstung von Teilflächen, schattenspendende Baumstrukturen als Sauerstofflieferanten und Pflanzen für die Artenvielfalt. Der Klimaschutzpark ist als wichtiger Beitrag zur Durchlüftung der Stadt gedacht.

Der Stadtpark soll mit den angrenzenden Flächen verknüpft, der Stadtparksee saniert werden. Das LGS-Gelände soll an die angrenzenden Naturräume angebunden und so Übergänge von der Stadt in die Landschaft geschaffen werden. Die Entwicklung eines zukunftsweisenden Wohngebiets auf dem Merzeau-Gelände ist Teil des Bewerbungskonzepts.

Der Stadtparksee soll für die LGS saniert werden. Archivfoto: Bettina Hesse

Die Bürger haben über die E-Mail-Adresse landes-gartenschau@rastatt.de und über die Projekt-Homepage www.landesgartenschau-rastatt.de verschiedene Möglichkeiten zur Beteiligung, auch über die Abgabe der Bewerbung hinaus.

Was bei einem möglichen Zuschlag finanziell auf die Stadt zukommt, ist derzeit noch offen. Eine Schätzung soll dem Gemeinderat in der Sitzung am 16. Dezember vorgelegt werden.

Klappt es mit der Bewerbung, erhält die Stadt vom Land Fördergelder für die Daueranlagen in Höhe von maximal fünf Millionen Euro. Für viele weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Gartenschau können zusätzliche Förderungen in Anspruch genommen werden. Die Durchführung der LGS selbst soll sich laut Verwaltung zum größten Teil über die Eintrittsgelder tragen.

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