Sonntag, 9. August, 2020

Corona-Krise: Stadt bietet ab Montag digitale Anlaufstellen

Zum Schutz von Mitarbeitern und Bürgern und als Beitrag zur Eindämmung der Infektionszahlen befindet sich die Stadtverwaltung Rastatt ab sofort im Notbetrieb. Für die Erledigung zentral wichtiger Dienstleistungen im Bürgerbüro und bei der Stadtsauberkeit sowie im Bereich Ordnungsangelegenheiten sind die Mitarbeiter jedoch nach wie vor Ort. Andere wichtige Arbeiten und Dienstleistungen werden im Homeoffice erbracht. Ab Montag, 23. März, freigeschaltet sind zwei digitale Kontaktadressen für Hilfesuchende und für Bürgeranfragen.

Zentrales Hilfetelefon

Für Menschen in Rastatt, die Hilfe benötigen, wie Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen, die wegen des Coronavirus in häuslicher Quarantäne sind, hat die Stadt unter der Nummer 07222 9729004 ein Hilfetelefon eingerichtet. Dorthin können sich Hilfesuchende von Montag bis Freitag zwischen 10 und 15 Uhr wenden. In den übrigen Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der Nachrichten aufnimmt. Hilfesuchende erreichen die städtische Anlaufstelle des Fachbereichs Jugend, Familie und Senioren auch jederzeit per E-Mail an hilfetelefon.corona@rastatt.de.

Die Mitarbeiter stehen mit anderen Organisationen und ehrenamtlichen Initiativen in Kontakt und koordinieren unbürokratisch die angefragten Hilfeleistungen. Ziel ist es, schnell gemeinsame Lösungen für entstehende Notlagen zu finden, Hilfesuchende und Helfende miteinander zu vernetzen und wenn notwendig, weitere Hilfen aufzubauen. Daher ist das Team des städtischen Fachbereichs auch dankbar über Angebote von Privatpersonen, die selbst Hilfe anbieten, Essen oder Ware liefern können.

Zentrale E-Mail-Adresse für Bürgerfragen

Für Bürgerfragen rund ums Thema Coronavirus, die in den Zuständigkeitsbereich der Stadt fallen, ist die zentrale E-Mail-Adresse buergerfragen.corona@rastatt.de eingerichtet. Bürger erhalten dort über die städtische Stabsstelle Presse, Kommunikation und Bürgerbeteiligung Auskünfte zu städtischen Dienstleistungen, behördlichen Entscheidungen und aktuellen kommunalpolitischen Entwicklungen.

Wichtig: Beide genannten Anlaufstellen sind nicht in der Lage, gesundheitliche Fragen zu beantworten. Dafür sollten Bürger sich direkt, zunächst telefonisch, an den Hausarzt wenden oder an das zentral zuständige Gesundheitsamt des Landkreises. Dieses ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 07222 3812300 erreichbar.

Eine weitere Anlaufstelle plant die Stadt für Betriebe in Rastatt. Dazu ist die städtische Wirtschaftsförderung bereits in direkter Abstimmung mit dem Hotel- und Gaststättenverband und Rastatter Betrieben und wird in den nächsten Tagen das Angebot konkretisieren.

Städtischer Koordinierungsstab trifft sich täglich

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, der wegen eines Skiurlaubs in Österreich in den vergangenen Tagen vorsorglich von zu Hause aus gearbeitet hatte, tritt ab Montag, 23. März, wieder offiziell seinen Dienst im Rathaus an. Zur Abstimmung des Dienstbetriebs und wichtiger Entscheidungen hat der OB einen städtischen Koordinierungsstab eingerichtet, der sich täglich zusammenschließt. Auch am Wochenende verständigten sich der OB, die Bürgermeister Arne Pfirrmann und Raphael Knoth sowie Führungskräfte der wichtigsten Dienststellen in Telefonkonferenzen.

Zentrales Thema in der heutigen, elften Telefonkonferenz war die Umsetzung der neuen Landesverordnung mit deutlich verschärften Maßnahmen. Die Rückmeldung der Polizei, die Bevölkerung habe sich am vergangenen Samstag im Wesentlichen an die neuen Vorgaben gehalten, wurde im Koordinierungsstab erleichtert aufgenommen. Deutliche Zustimmung fand die Ansage der Polizei, bei Verstößen kompromisslos durchzugreifen. Am Montag früh verständigt sich der Kommunale Ordnungsdienst mit der Ortspolizei über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen.

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