Mittwoch,23. Oktober,2019

Bertold Föry als Ortsvorsteher von Rauental verabschiedet

Humor und Herzlichkeit zeichnen ihn aus, das Dorfentwicklungskonzept liegt ihm am Herzen und in seinem Ort kennen ihn alle Kindergarten- und Grundschulkinder, denn ihnen spendierte er gerne ein Eis. Fast 30 Jahre lang war Bertold Föry Ortsvorsteher des kleinsten Ortsteils der Stadt Rastatt, lenkte seine Geschicke und brachte etliche Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität für die Bürger auf den Weg. Bereits vor den Kommunalwahlen im Mai dieses Jahres hatte Bertold Föry angekündigt, dass er nicht mehr zur Verfügung stehen werde.

Wie beliebt der scheidende Ortsvorsteher ist, zeigte sich bei seiner offiziellen Verabschiedung aus dem Amt. Vertreter von Vereinen, der Freiwilligen Feuerwehr, die Schulkinder und Ortschafts- und Gemeinderatskollegen sowie die Bürgermeister der Stadt Rastatt fanden den Weg in die Rauentaler Oberwaldhalle und würdigten die Verdienste des Wahl-Rauentalers.

Dorfentwicklung als wichtigstes Anliegen

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch gab einen Rückblick auf die Ära Bertold Föry. Als wichtigste Anliegen des langjährigen Ortsvorstehers nannte Hans Jürgen Pütsch die verkehrliche Situation im Ortsteil, der als erster Tempo-30-Zonen einführte und den Kindergarten und die Grundschule, die erhalten und gestärkt werden konnten.

Bertold Föry hinterlasse große Fußstapfen, betonte Carmen Göttlicher, die lange als stellvertretende Ortsvorsteherin aktiv war. Er habe während seiner Amtszeit die Kirche im Dorf gelassen und gleichzeitig den Ortsteil zu einer funktionierenden Gemeinschaft gemacht. Sein Nachfolger Thorsten Ackermann müsse nun seinen eigenen Stil prägen.

Bertold Föry freute sich über eine Miniatur des „Goldenen Mannes“ des Barockschlosses, die ihm OB Hans Jürgen Pütsch überreichte. Thorsten Ackermann (rechts) ist der neue Ortsvorsteher von Rauental. Foto: Beatrix Ottmüller

Kollegen schätzen offene Art

Es seien die kleinen Dinge, die zählten, sagte Brigitta Lenhard, CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat. Bertold Föry habe sich in seinen 30 Jahren Amtszeit durch Netzwerksarbeit, Durchsetzungsvermögen, Kontinuität und konstruktive Lösungsvorschläge ausgezeichnet. Die Ortsvorsteher-Kollegen hoben hervor, dass Bertold Föry immer offen und ehrlich seine Meinung gesagt und auch mal kritisiert und kundgetan habe, was er an ihrer Stelle tun würde. Mit Weitblick habe er Rauental weiterentwickelt. Er sei ein ernstzunehmender Kommunalpolitiker, der parteiübergreifend respektiert werde.

Bertold Föry zeigte sich bei seiner Abschiedsrede sichtlich gerührt. Er werde seine Rathausfamilie vermissen, die ihm ans Herz gewachsen sei. Vor allem die gemeinsame Arbeit im Rauentaler Rathaus sei durch Zusammenhalt, Offenheit, Unterstützung und viel Freude und Fröhlichkeit geprägt gewesen.

Einen Spaß machte sich der Gesangverein Sängerrunde Rauental, der Thorsten Ackermann, OB Hans Jürgen Pütsch und Bertold Föry (von rechts) als neue Sänger rekrutierte. Foto: Beatrix Ottmüller

Nachfolger Thorsten Ackermann, der an dem Abend offiziell ins Amt eingeführt wurde, freut sich auf die neue Aufgabe. Er habe nach vier Wochen bereits den Eindruck, dass er eine starke Truppe im Rathaus hinter sich habe. Neben seinem Ehrenamt als neuer Ortsvorsteher Rauentals, ist Thorsten Ackermann als Lehrer für Deutsch, Mathematik, Geschichte und Religion an der August-Renner-Realschule tätig.

Zur musikalischen Umrahmung der Feierstunde trugen der Kinderchor der Grundschule Rauental, der Gesangverein Sängerrunde Rauental und das Rauentaler Blechbläserensemble bei.

RA today - Forum Rastatt
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