Dienstag,10. Dezember,2019

Engagiert im Einsatz gegen Alkoholsucht

Besonders engagiert beim Thema Suchtprävention zeigten sich in diesem Jahr das Phoenixtheater Rastatt und der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) des Ortsvereins Rastatt. Bürgermeister Arne Pfirrmann zeichnete die beiden Vereine mit dem Zertifikat „Jugendfreundlicher Verein“ aus. Preise verteilte er zudem an die Hans-Thoma-Schule, die Johann-Peter-Hebel-Schule, die Grundschule Rauental und das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium. Die vier Lerneinrichtungen nahmen erfolgreich am Wettbewerb „Maßnahmen zur Suchtprävention an Schulen“ teil.

Zwei neue „Jugendfreundliche Vereine“

29 Rastatter Vereine dürfen sich inzwischen mit der Auszeichnung „Jugendfreundlicher Verein“ schmücken. Die Verantwortlichen, insbesondere die Jugendleiter, seien Vorbilder für die Kinder und Jugendliche und werden immer mehr auch zu direkten Bezugspersonen, betonte Arne Pfirrmann. Die kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises Rastatt, Gudrun Pelzer, führte aus, wie wichtig es sei, Vereine beim Thema Suchtprävention ins Boot zu holen. „Jeder Verein muss zwar den Jugendschutz einhalten. Aber die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema sensibilisiert dafür, genauer hinzusehen und nicht wegzuschauen“, so Gudrun Pelzer.

Voraussetzung für eine Zertifizierung als „Jugendfreundlicher Verein“ ist die Teilnahme am sogenannten HaLt-Projekt (Hart am Limit) bei der Fachstelle Sucht des Landkreises. Es beinhaltet unter anderem, dass die Vereine selbst Regeln erarbeiten, wie sie mit Alkohol in der Jugendarbeit umgehen, aber auch regelmäßige Gespräche in der Fachstelle Sucht gehören dazu. Dabei werde das Themenspektrum  zunehmend ausgeweitet und reiche mittlerweile von legalen und illegalen Drogen, über Medienkonsum bis zu Spielwetten, führte Gudrun Pelzer aus.

Wettbewerb „Maßnahmen zur Suchtprävention an Schulen“

Aber nicht nur die Rastatter Vereine sind im besonderen Maße präventiv im Einsatz. Auch die Schulen haben sich wiederholt eingebracht. Die 13 städtischen Lerneinrichtungen waren Anfang des Jahres aufgerufen worden, ein Konzept zum Thema Suchtprävention einzureichen. Vier von ihnen nahmen erfolgreich teil. Während der Fokus bei den drei Grundschulen auf einer gesunden Lebensführung lag, arbeitete das LWG sein Konzept zur Suchtprävention weiter aus. Gemeinsam mit Wolfgang Langer von der Fachstelle Sucht Rastatt/Baden-Baden des Baden-Württembergischen Landesverbands für Prävention und Rehabilitation überreichte Arne Pfirrmann den Grundschulen eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Das LWG als weiterführende Schule darf sich über 1.000 Euro freuen.

RA today: Arne Pfirrmann und Wolfgang Langer beglückwünschten die Gewinnerschulen. Von links: Cornelia Weidle (Johann-Peter-Hebel-Schule), Pia Asmus (Grundschule Ottersdorf), Yvonne Plocher (Hans-Thoma-Schule) und Agnes Zahn (Ludwig-Wilhelm-Gymnasium). Foto: Stadt Rastatt
Arne Pfirrmann und Wolfgang Langer beglückwünschten die Gewinnerschulen. Von links: Cornelia Weidle (JPHS), Pia Asmus (Grundschule Ottersdorf), Yvonne Plocher (HTS) und Agnes Zahn (LWG). Foto: Stadt Rastatt

Die Hans-Thoma-Schule überzeugte mit ihrem Konzept „Ich atme tief durch“, bei dem sie sich unter anderem mit Gruppenzwang, Medien, den wichtigsten Funktionen des Körpers und Prävention gegen sexuellen Missbrauch auseinandersetzte. Die Johann-Peter-Hebel-Schule griff das Thema „Gesund und fit in die Zukunft“ auf und beschäftigte sich mit Gesundheitsförderung und Bewegung. Unter dem Motto „Wissen macht stark“ packte die Grundschule Rauental ihre Themen: Gewalt- und suchtfreies Leben, Gesundheitsförderung, Schule gegen Cybermobbing, Medienkompetenz und Prävention gegen sexuellen Missbrauch. Das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium führte das bereits im Jahr 2011 begonnene Präventionskonzept „Stark gegen Sucht“ um die Themenfelder Gewalt- und Suchtprävention, Cybermobbing sowie Team- und Kommunikationstraining aus.

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