Donnerstag, 13. August, 2020

“Entbindungsstation am Rastatter KKH unabdingbar”

“In tiefer Sorge und großer Beunruhigung wegen der weiteren Entwicklung des Rastatter Kreiskrankenhauses (KKH)” hat sich jetzt die SPD-Fraktion im Rastatter Gemeinderat mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch gewandt, der auch dem Aufsichtsrat des Klinikums Mittelbaden angehört. Nach seinen Informationen solle die Rastatter Entbindungsstation noch bis Jahresende geschlossen bleiben, so Fraktionsvorsitzender Joachim Fischer. Bis dahin sollen Geburten nur im Klinikum Balg stattfinden.

Sollen Strukturen verändert werden?

Die SPD-Fraktion kritisiert diese Entscheidung scharf und befürchtet, dass auf diese Weise Strukturen verändert werden sollen, die danach nur schwer rückgängig zu machen seien. “Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum das KKH in den Regelbetrieb hochfährt, aber die Entbindungsstation davon ausgenommen wird”, so Joachim Fischer.

Er bittet daher das Rastatter Stadtoberhaupt, baldmöglichst die Klinikum-Geschäftsführung in den Gemeinderat einzuladen, um mehr über die Hintergründe dieser Entscheidung zu erfahren. Von Interesse sei unter anderem, ob der Aufsichtsrat eingebunden gewesen sei.

Schwächung des Standortes Rastatt

Zudem beantragt die SPD-Fraktion die Verabschiedung einer Resolution durch den Gemeinderat, mit der eine baldmögliche Wiedereröffnung der Entbindungsstation erreicht werden solle. Denn die derzeitige Situation bedeute eine Schwächung des Standortes Rastatt. “Im Sinne einer wohnortnahen Versorgung der Patienten ist eine Entbindungsstation am Rastatter KKH unabdingbar und muss unverzüglich wieder angeboten werden”, so die SPD-Fraktion.

X