Dienstag,10. Dezember,2019

„Wir fühlen uns nicht ernst genommen“

Für einen Neustart in Sachen Klimapolitik und einen schonenden Umgang mit Ressourcen demonstrierten jetzt mehr als 100 Mitglieder der Fridays-for-Future-Bewegung vor dem Rastatter Landratsamt. Ein Großteil der Teilnehmer waren Erwachsene, die die Forderungen der Jugendlichen unterstützen. Sie hatten sich anlässlich des vierten globalen Klimaaktionstages versammelt und trotzten gemeinsam dem Regen. Verschiedene Redner machten die Forderungen der Klimaaktivisten deutlich. Nach über einem Jahr Protest gegen die Klimapolitik und deren Umsetzung fühlen sich die Demonstranten nicht ernst genommen. Bewegt habe sich Beginn der Proteste nicht viel. Dabei sei mindestens seit den 1990er-Jahren bekannt, dass CO2-Emissionen gesenkt werden müssten, um die Erde zu retten.

 

Trotz Dauerregen versammelten sich mehr als 100 Demonstranten vor dem Landratsamt. Foto: Beatrix Ottmüller

Hauptkritikpunkt war das Klimapaket der Bundesregierung. „Das Klimapaket muss erneuert werden, weil Symbolpolitik nichts zur Rettung des Klimas und der Erde beiträgt. Die Bundesregierung blockiert so nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf lokaler Ebene konsequenten Klimaschutz. Es muss jetzt aber auf allen Ebenen ein Umdenken geben und gehandelt werden“, sagt Annabelle Sonn, Studentin und Landesdelegierte von Fridays-for-Future Rastatt. Die Bewegung fordert die Bundesregierung auf, das unzureichende Klimapaket grundlegend zu überarbeiten.

In ihrem im Frühjahr veröffentlichten Forderungspapier beruft sich Fridays-for-Future auf das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen und fordert unter anderem den Kohleausstieg bis zum Jahr 2030, sowie eine Nettonull-Emmission von CO2 und anderen Treibhausgasen bis zum Jahr 2035.

Verschiedene Redner machten die Forderungen der Klimaaktivisten deutlich. Foto: Beatrix Ottmüller

„Wir dürfen nicht mehr die Augen davor verschließen, was unser Verhalten im globalen Zusammenhang bedeutet: Wir leben im Wohlstand durch Ausbeutung des Planeten, Ausbeutung von  Frauen, indigenen Völkern und auf Kosten aller zukünftigen Generationen,“ sagt Theresa Gottwald, Schülerin und Pressesprecherin von Fridays-for-Future Rastatt.

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