Samstag, 15. August, 2020

Fieberambulanz kann in nur einer Stunde wieder aufgebaut werden

Acht Wochen lang waren zwölf Rastatter Ärzte nahezu täglich in der Fieberambulanz in der Reithalle im Einsatz, um Patienten mit grippalen Infekten zu untersuchen und sie, wenn nötig, auf Corona zu testen. Jetzt hat das Team den Betrieb vorläufig eingestellt.

Zum Dank für das Engagement, sich freiwillig und unentgeltlich für die Bevölkerung einzusetzen, überreichte Bürgermeister Raphael Knoth stellvertretend für OB Hans Jürgen Pütsch den Ärzten eine Torte. Gemeinsam mit ihnen hofft er, dass die Corona-Lage sich weiter positiv entwickelt und nicht im Herbst eine zweite Welle anrollt.

Wäre das der Fall, könnte das Ärzteteam jedoch innerhalb einer Stunde die Fieberambulanz wieder aufbauen, betonte Christine Stiepak. Die Allgemeinmedizinerin lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, die die Reithalle kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Ein großes Lob von Stadt und Ärzteschaft ging auch die ehrenamtlichen Unterstützer der Fieberambulanz. So hatten viele fleißige Hände rund um den DRK-Kreisverband Rastatt und Andrea Flackus für selbst genähte Gesichtsmasken gesorgt, die an die Patienten verteilt wurden. Die Kosten hatte die Bürgerstiftung Rastatt übernommen.

In Ganzkörperanzügen untersuchte das Rastatter Ärzteteam mögliche Corona-Patienten. Foto: Stadt Rastatt

Rund 350 Patienten suchten während der zwei Monate die Fieberambulanz auf, berichtete Kathrin Haag. Glücklicherweise seien die wenigsten Tests auf Corona positiv ausgefallen, so die Medizinerin. Während anfangs nur jene Patienten mit Symptomen getestet wurden, die bereits Kontakt zu einem Infizierten hatten, seien die Regelungen in der Zwischenzeit von der Kassenärztlichen Vereinigung gelockert worden, informierte Jürgen Schönit. Der Vorsitzende der Ärzteschaft Rastatt führt das auf die erhöhten Testkapazitäten der Labore zurück. Die Mediziner können nun bei jedem Patienten, der grippale Symptome aufweist, einen Rachenabstrich machen. Doch trotz der geringen Fallzahlen und der positiven Entwicklung der Corona-Fallzahlen mahnen die Ärzte, nicht nachlässig bei der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu werden.

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