Dienstag,10. Dezember,2019

Frei laufende Hunde jagen Schwäne an der Murg

Immer wieder passiert es an der Rastatter Murg. Ein frei laufender Hund jagt einen Schwan. Den Besitzer scheint es nicht zu kümmern. Jetzt schlägt Vogelschützer Pierre Fingermann, der in Rastatt ehrenamtlich eine Pflegestation für Vögel betreibt, Alarm. Er hat im laufenden Jahr bereits mehr als 50 Schwäne versorgt. Viele davon wurden aufgescheucht, verletzten sich dadurch und mussten gerettet werden.

Erst Ende November wurde ein männlicher Schwan in den Flügel gebissen. Das Röntgenbild beim Tierarzt zeigte, dass der Knochen zersplittert wurde. Somit kann der Vogel vorerst nicht fliegen und muss in der Pflegestation bleiben, bis der Knochen wieder zusammengewachsen ist.

Die Begegnung von Hund und Schwan geht nicht immer gut aus. Foto: Beatrix Ottmüller

Pierre Fingermann kann die Gedankenlosigkeit oder Gleichgültigkeit der Hundehalter nicht verstehen, die ihre Tiere an der Murg frei laufen lassen. „Wenn ein Hund nicht auf Zuruf hört, muss er an die Leine“, sagt der Tierschützer, der selbst einen Hund hat. „Jagt ein Hund einen Schwan, dann ist das Wilderei und kann angezeigt werden.“

Der Vogelexperte hat jetzt die Stadtverwaltung auf das Problem mit frei laufenden, wildernden Hunden auf dem Murgvorland aufmerksam gemacht. „Man hat mir zugesichert, dass der kommunale Ordnungsdienst ab sofort verstärkt kontrollieren wird“, freut sich Pierre Fingermann.

Von den sieben Jungtieren, die eines der Schwanenpaare an der Murg im Sommer 2019 aufgezogen hat, leben nur noch fünf. Archivfoto: Beatrix Ottmüller

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