Freitag, 7. August, 2020

Kita-Notbetreuung: Bewegung im Freien statt kuscheln

Abstand halten, ausgiebige Bewegung im Freien und häufiges Händewaschen stehen bei der Notbetreuung in den Rastatter Kitas an oberster Stelle. Die Verwendung von Desinfektionsmitteln sei bei Kindern jedoch nicht erlaubt. Diese Produkte nutzten lediglich die Erzieherinnen, um íhre Hände zu reinigen. Nötige Körperpflege bei den Kindern erfolge außerdem immer mit Handschuhen. Das werde auch im „normalen“ Alltag so gehandhabt, berichtet Joachim Hils, Fachbereichsleiter Jugend, Familie und Senioren der Stadt Rastatt.

Kinder müssen symptomfrei sein

Jede städtische Kita bietet auf Wunsch eine Notfallbetreuung für Kinder an, die auch sonst die Einrichtung besuchen. Es werden jedoch nur Schützlinge aufgenommen, die keinerlei Krankheitssymptome aufweisen. Selbst wenn es gewöhnliche, leichte Erkältungskrankheiten sind, müssen die Kleinen zu Hause bleiben. Sollte ein Kind krank sein oder werden, ist eine Aufnahme oder Wiederaufnahme in die Betreuung nur nach ärztlicher Bescheinigung möglich. Diese muss bestätigen, dass das Kind frei von ansteckenden Krankheiten ist.

Erzieherinnen werden nicht regelmäßig getestet

Die Kita-Mitarbeiterinnen selbst werden nicht regelmäßig auf eine Corona-Infektion getestet. Laut Joachim Hils sind die Erzieherinnen nur im Dienst, wenn sie frei von Krankheitsanzeichen sind. Sollte eine Mitarbeiterin Symptome zeigen, entscheidet der behandelnde Arzt, ob ein Corona-Test durchgeführt wird oder nicht.

Um den Körperkontakt in der Notbetreuung zu reduzieren, finden möglichst viele Aktivitäten im Freien statt, zudem werden die Räume fortlaufend intensiv stoßgelüftet. Beim gemeinsamen Essen wird darauf geachtet, dass zwischen den Kindern ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird.

Geringe Nachfrage für Notbetreuung

In allen städtischen Kitas, in denen Notbetreuung nachgefragt ist, wird diese angeboten. Das sei bei den kirchlichen und freien Trägern auch der Fall, sagt Joachim Hils. Stand 19. März wurden 14 Kinder in städtischen Einrichtungen, vier in Kindergärten mit Trägerschaft der katholischen Kirche, vier in evangelischen Kindergärten, zwei in der Kita Mullewapp der RH-Südwest und zwei im Naturkindergarten Rastatter Spielwald betreut.

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