Dienstag,10. Dezember,2019

Neuer Abbiegeassistent schützt Radfahrer und Fußgänger

RA today: Ein Monitor im Inneren des Fahrzeugs zeigt die toten Winkel. Foto: Stadt Rastatt
Ein Monitor im Inneren des Fahrzeugs zeigt die toten Winkel. Foto: Stadt Rastatt

Die Fahrzeuge der Technischen Betriebe der Stadt Rastatt sind künftig sicherer unterwegs. Alle großen Lkw ab 7,5 Tonnen wurden jetzt mit kamerabasierten Abbiegeassistenten ausgestattet. Folgeschwere Unfälle, bei denen ein Brummi-Fahrer beim Abbiegen einen Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel übersieht, sollen damit vermieden werden. Außerdem setzt die Stadt zunehmend auf Elektrofahrzeuge und akkubetriebene Arbeitsgeräte und Maschinen.

Sechs Fahrzeuge wurden umgerüstet. Die Stadt setzt dies freiwillig jetzt schon um, erst ab dem Jahr 2022 werden Abbiegeassistenten in der gesamten EU zur Pflicht. Drei Kameras leuchten den Bereich rund um den Lkw aus. Herzstück des Abbiegeassistenten ist eine am rechten Außenspiegel montierte Kamera mit einem Blickwinkel von 150 Grad. Sie erfasst den toten Winkel neben dem Fahrzeug und überträgt das Bild auf einen Monitor.

Das System erkennt Bewegungen und warnt den Fahrer akustisch und optisch. Beim Blick in den rechten Spiegel und auf den Monitor erkennt dieser Menschen, die sich im toten Winkel aufhalten. Aktiviert wird das System durch das Setzen des rechten Blinkers und ab einem bestimmten Einschlagwinkel der Räder. Die Gesamtkosten lagen bei rund 22.000 Euro.

E-Fahrzeuge ersetzen ausgediente Verbrenner

Nahezu lautlos und emissionsfrei sind die neuen Fahrzeuge und Gerätschaften, mit denen die Mitarbeiter der Technischen Betriebe nun arbeiten. Zwei mit Diesel betriebene Stadtmüllsauger hätten ausgedient, ersetzt wurden sie durch akkubetriebene Modelle, berichtet Brigitte Majer, Leiterin der Technischen Betriebe.

Der Fuhrpark wurde zudem erweitert durch zwei Elektro-Kleinkipper, die unter anderem zur Leerung der 280 Papierkörbe in der Stadt eingesetzt werden, und zwei Lastenpedelecs. Zudem verfügt der Bauhof nun über ein E-Auto, das insbesondere für die Erledigung von Elektroarbeiten zum Einsatz kommt. Nach und nach sollen alle Fahrzeuge und Geräte, die erneuert werden müssen, durch Elektrofahrzeuge und Akkugeräte ersetzt werden, so Brigitte Majer.

RA today: Die neuen Stadtmüllsauger der Technischen Betriebe sind akkubetrieben. Foto: Stadt Rastatt
Die neuen Stadtmüllsauger der Technischen Betriebe sind akkubetrieben. Foto: Stadt Rastatt

Die Leiterin der Technischen Betriebe betont aber auch, dass die neue Technik noch nicht für alle Einsatzgebiete geeignet ist. Insbesondere bei schweren Nutzfahrzeugen sei das Angebot der Fahrzeugindustrie noch nicht ausreichend. Die Kosten für die neuen elektrobetriebenen Fahrzeuge liegen bei insgesamt 174.000 Euro, wobei das Landesministerium für Verkehr die Anschaffung mit rund 14.000 Euro gefördert hat.

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