Montag,20. Januar,2020

Hans Jürgen Pütsch: Stadt kann sich Landesgartenschau leisten

Rastatt kann sich auch angesichts stark rückläufiger Einnahmen eine Landesgartenschau (LGS) leisten. Das bekräftigte Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch beim Neujahrsempfang der Stadt in der BadnerHalle. Ein Großteil der geplanten Projekte sei unabhängig von dieser Großveranstaltung erforderlich, um Rastatt zukunftsfähig zu machen. Ohne die LGS könnte Rastatt allerdings niemals alle notwendigen Fördermittel abrufen, betonte der OB. So betrachtet sei die Schau ein Beschleuniger für die Gestaltungsmaßnahmen im Rahmen des Hochwasserschutzes, für den Umbau des Bahnhofsplatzes, für Radwege zu den Dörfern oder den Umbau von Ortsdurchfahrten.

Die Big Band des LWG unter Leitung von Anita Schmitzer umrahmte den Neujahrsempfang. Foto: Ute Heidelberg

Der Oberbürgermeister zollte in seiner Neujahrsrede auch den Jugendlichen Respekt, die sich eindrucksvoll für den Klimaschutz einsetzten. Ihrer Forderung, für Rastatt den Klimanotstand auszurufen, sei der Gemeinderat aber aus guten Gründen nicht gefolgt. Viel wichtiger als „Symbolpolitik und Wortgeklingel“ sei konsequentes Handeln. Die Stadt sei in diesem Punkt auf einem guten Weg. Und auch jeder Einzelne könne dafür sorgen, dass weniger Verpackungsmüll entstehe oder weniger Lkw auf den Straßen fahren. „Das sind alles Auswüchse unseres Konsumverhaltens“, so Hans Jürgen Pütsch.

Ein großes Paket für den Klimaschutz hat die Stadt laut OB mit dem Mobilitätspakt geschnürt. Die Vereinbarung mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und regionalen Partnern werde am 22. Januar unterzeichnet. Ein denkwürdiger Termin, denn Rastatt sei nach Heilbronn und Wiesloch-Walldorf nicht nur die dritte Kommune in Baden-Württemberg, die einen Mobilitätspakt erarbeite. Rastatt sei auch die erste Kommune, die einen solchen Mobilitätspakt selber steuere, hob Hans Jürgen Pütsch hervor.

OB, Beigeordnete und Fraktionsvorsitzende sangen gemeinsam das Badner Lied. Foto: Ute Heidelberg

Das Rastatter Stadtoberhaupt ist sich bewusst, dass in Anbetracht rückläufiger Einnahmen in diesem und den kommenden Jahren möglicherweise nicht alle gewünschten Investitionen getätigt werden können. Auf keinen Fall sparen will Hans Jürgen Pütsch aber bei der Sanierung von Schulen und Kitas, beim Bau von Straßen und Radwegen und bei Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz. Aber auch die Ortsteile müssten weiterentwickelt werden, sagte er in seiner Neujahresrede. Zu guter Letzt gab der OB ein klares Bekenntnis zum geplanten Kombibad ab. Dieses Projekt gelte es realisieren, um die Lebensqualität und Attraktivität der Stadt weiter zu steigern.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zur Präsentation der Tanzschule Müller beim Neujahrsempfang: „Tanzen zu können gehört heute wieder zur Allgemeinbildung“

RA today - DA-FRANCO-RASTATTRA today - Möbelspedition KlumppRA today - Dauenhauer-Wohnbau-Rastatt-Am-Siegberg-Kuppenheim
X