Samstag,28. März,2020

Patient infiziert: Kuppenheimer Arztpraxis wegen Corona geschlossen

Eine Kuppenheimer Hausarztpraxis musste am vergangenen Freitag geschlossen werden. Wie erst jetzt bekannt wurde, war ein Patient, der über Herzrasen geklagt hatte, positiv auf COVID-19 getestet worden. Das Praxisteam begab sich danach umgehend vorsorglich in Quarantäne und der behandelnde Arzt ließ sich auf das Virus untersuchen. Die Praxis öffnet erst wieder, wenn das Testergebnis vorliegt und negativ ist.

Patienten mit erhöhter Temperatur und Corona-Symptomen sollen daher künftig in Kuppenheim von den restlichen Patienten der Hausarztpraxen getrennt werden. Das ist das Ziel der Fieberambulanz, die in der Kuppenheimer Wörtelhalle eingerichtet wurde (RA today berichtete).

Die Fieberambulanz in der Wörtelhalle soll verhindern, dass sich “normale” Patienten in Hausarztpraxen mit dem Coronavirus infizieren. Archivfoto: Beatrix Ottmüller

“Haben den Vorstoß sofort aufgenommen”

Die Idee eines ausgelagerten Behandlungsraums trugen die Ärzte der vier Hausarztpraxen der Knöpflestadt an die Stadtverwaltung heran. „Wir haben den Vorstoß sofort aufgenommen und nach einer Lösung gesucht“, erklärte Bürgermeister Karsten Mußler im Gespräch mit RA today. Schließlich sei es wichtig, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Gleichzeitig müsse gewährleistet werden, dass der Bevölkerung weiterhin ein Besuch beim Hausarzt möglich sei.

Patienten vor Ansteckung bewahren

„Das Risiko einer Ansteckung besteht für den Arzt und sein Team immer. Wir wollten aber gemeinsam sicherstellen, dass nicht auch die restlichen Patienten einer Praxis angesteckt werden“, begründet Karsten Mußler die Einrichtung der Fieberambulanz. Stelle sich dort heraus, dass ein behandelter Patient COVID-19-positiv sei, müssten dann zwar der Arzt und alle Kontaktpersonen in Quarantäne, es seien dann aber keine weiteren Patienten der Praxis betroffen.

Praxisteam behandelt in Wörtelhalle

In der Fieberambulanz werden Patienten mit Atemwegsinfektionen und typischen Corona-Symptomen behandelt. Für den reibungslosen Ablauf sorgen die Ehrenamtlichen der MEDIE Ambulanz. Dafür muss vorab bis 9:30 Uhr mit dem Hausarzt ein Termin vereinbart werden. Dieser empfängt dann den Patienten mit seinem Praxisteam in der Wörtelhalle.

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