Montag,20. Januar,2020

Polizeihubschrauberstaffel hat arbeitsreiches Jahr hinter sich

Die Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg kann auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken. Bei Sucheinsätzen nach vermissten Personen wurden 57 Menschen lebend gefunden (2018: 75). Bei Personen- und Fahrzeugfahndungen kann die Staffel insgesamt 38 Erfolge vermelden (2018: 46).

Der Polizeihubschrauber wird häufig auch eingesetzt, um vermutlich nicht relevante oder schwer zugängliche Fahndungsgebiete definitiv ausschließen zu können. Dadurch können die Polizeikräfte am Boden deutlich effektiver und ressourcenschonender eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr flog die Staffel insgesamt 2.402 Einsätze. Die Zahl der Flugstunden betrug dabei knapp 3.257 (2018 rund 3.248 Flugstunden).

Mehr Nachteinsätze als 2018

Bemerkenswert ist insbesondere die gestiegene Zahl der Nachteinsätze, die die Besatzungen vor ganz besondere psychische und physische Herausforderungen stellen. Dabei kommt eine Bildverstärkerbrille zum Einsatz. Diese wird von den Piloten zusätzlich am Helm befestigt. Im vergangenen Jahr wurden 842 Nachteinsätze geflogen (2018: 777). Die hohe Leistungsfähigkeit der eingebauten Kamera- und Wärmebildtechnik führte unter anderem zu diesem Anstieg.

Außenstelle am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Die Polizeihubschrauberstaffel ist eine Organisationseinheit des Polizeipräsidiums Einsatz, das in Göppingen angesiedelt ist. Der Sitz der Staffel ist am Landesflughafen in Stuttgart. Dort stehen fünf Maschinen. Zudem gibt es eine Außenstelle auf dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden, bei der ein weiterer Polizeihubschrauber stationiert ist.

Unterstützung der Beamten aus der Luft

Die Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg fliegt ihre Einsätze im Rahmen eines 24-Stunden-Schichtbetriebs. Dabei unterstützt sie unter anderem die Polizeikräfte am Boden bei den Aufgaben, bei denen Hilfe aus der Luft einen optimalen oder schnellen Einsatzerfolg verspricht.

Vielseitig eingesetzt

Die Hubschrauberstaffel hat ein breites Einsatzspektrum. Neben Personensuchen, Fahndungen nach Straftätern, Gewässerüberwachungsflügen, verkehrspolizeilichen Einsätzen und Flügen bei Großveranstaltungen zur Bildübertragung, unterstützen die Piloten die Spezialeinheiten des Landes bei ihren Einsätzen. Ebenso haben die fliegenden Polizisten ein Augenmerk auf Umweltverstöße und helfen aus der Luft bei der Aufklärung großer Schadensereignisse. Zudem ist die Staffel in der Lage, Einsätze mit einer Rettungswinde zu fliegen und die Bergwachten im Land bei der Rettung verunglückter Personen in schwer zugänglichem Gelände zu unterstützen.

„Unter Umständen zählt jede Minute“

Polizeipräsident Ralph Papcke und der Leiter der Hubschrauberstaffel, Leitender Polizeidirektor Michael Bantle, appellieren an das Verständnis der Bevölkerung für nächtliche Flugbewegungen: „Flüge des Polizeihubschraubers in der Nacht sind stets von höchster Dringlichkeit und stehen in den meisten Fällen im Zusammenhang mit der Suche nach vermissten Menschen oder der Fahndung nach flüchtigen Straftätern. Die Rettung von Menschenleben oder die Festnahme von Straftätern hat oberste Priorität. Unter Umständen zählt jede Minute.“

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