Mittwoch,23. Oktober,2019

Polizeivideo: Das passiert, wenn ein Radler vom Auto erfasst wird

Viele Radunfälle geschehen auf Kurzstrecken und innerorts, denn die Gefahren auf bekannten Wegen und geringen Distanzen werden häufig unterschätzt. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen, gerade in Herbst und Winter, sind Radfahrer leicht zu übersehen. Sie sollten daher gut sichtbare oder reflektierende Kleidung tragen. Auch ein gut sitzender Helm gehört zur Ausrüstung dazu.

Bei der Kollision mit einem Fahrzeug drohen besonders schwere Kopfverletzungen. Meist erfolgt der Aufprall gegen die Frontscheibe oder den Fahrzeugholm. Mit welcher Wucht ein solcher Zusammenstoß erfolgt, zeigt dieses Video des Polizeipräsidiums Mannheim:

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim

Laut einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) stürzen die meisten Radfahrer auf die Seite und prallen mit dem Kopf auf die Fahrbahn. In diesem Fall reduziert ein guter Helm die auf den Kopf einwirkende Energie um zwei Drittel. Das Risiko einer schweren Gehirnerschütterung sinkt dadurch laut UDV um etwa 30 Prozent.

Die UDV-Studie belegt, dass ein Helm bei Unfällen ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer vor schweren Kopfverletzungen schützen kann, wenn er der europäischen Norm EN 1078 entspricht. Bei einer Kollision mit Kraftfahrzeugen geraten diese Helme allerdings an ihre Grenzen.

Der ADFC hält umsichtiges Fahren für noch wichtiger als einen Fahrradhelm. Symbolfoto: Florian Bayer

Wichtiger noch als ein Fahrradhelm ist nach Ansicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Baden-Baden-Bühl-Rastatt das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Der Radfahrer müsse sich an die Verkehrsregeln halten, vorausschauend und umsichtig fahren. Um besser gesehen zu werden empfiehlt der ADFC, eine mittlere Fahrposition auf der Straße einzunehmen. So hielten andere Verkehrsteilnehmer automatisch einen Sicherheitsabstand beim Überholen, der Fahrradfahrer werde nicht übersehen und auch nicht durch sich öffnende Autotüren gefährdet.

Außerdem müsse der Radfahrer sein Gerät beherrschen, beispielsweise sicher und effektiv bremsen können, um Unfälle zu vermeiden. Dafür bietet der ADFC spezielle Fahrsicherheitstrainings an. Infos über die Kursangebote gibt es per E-Mail an besser-radfahren@adfc-bw.de oder auf der Internetseite des ADFC.

RA today - Forum Rastatt
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