Samstag, 15. August, 2020

Polytec-Beschäftigte sprechen sich für Transfergesellschaft aus

Die Schließung des Polytec-Werkes Rastatt scheint unumgänglich. Wie die IG Metall Gaggenau mitteilte, haben sich die Beschäftigten des auf Industrielackierungen spezialisierten Automobilzulieferers mehrheitlich für das vom Betriebsrat verhandelte Paket ausgesprochen. Dies sieht unter anderem die Einrichtung einer Transfergesellschaft für die Laufzeit von acht Monaten vor. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld wird die Transfergesellschaft ebenfalls beinhalten sowie die Möglichkeit einer sogenannten Sprinterprämie. Weiter stellt das Unternehmen der Transfergesellschaft Qualifizierungsmittel zur Verfügung.

“Wichtig, Sicherheit zu haben”

„Die Beschäftigten haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, wird Serge Kraemer, Betriebsratsvorsitzender von Polytec Rastatt, in der Pressemitteilung der Gewerkschaft zitiert. „Aber in Anbetracht der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Lage war es vielen Beschäftigten wichtig, Sicherheit zu haben. Voraussetzung für die Zustimmung des Betriebsrates zu den angedachten betriebsbedingten Kündigungen ist jedoch, dass das Unternehmen zeitnah die finanziellen Mittel für die Transfergesellschaft bereitstellt.”

Chancen durch Transfergesellschaft

Auch Bodo Seiler von der IG Metall Gaggenau bedauert die Schließung des Werkes zum 30. Juni dieses Jahres. Wichtig sei jedoch, dass die Beschäftigten danach nicht alleine gelassen würden. Die Transfergesellschaft erhöhe definitiv die Chancen, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, so der Gewerkschaftssekretär.

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