Dienstag,10. Dezember,2019

Premiere: Fahrraddemo in Kuppenheim

Zur ersten Fahrraddemonstration in der Knöpflestadt rief jetzt das Netzwerk Kuppenheim-for-Future auf. Die Aktivisten beteiligten sich mit ihrer Aktion am vierten weltweiten Klimastreik, um auf den Klimawandel und die notwendige Verkehrswende hinzuweisen. Trotz widriger Wetterverhältnisse waren mehr als 30 Radler jedes Alters mit von der Partie, um die Bewegung zu unterstützen. Mit dabei die Radelfreunde Kuppenheim, die Radsportfreunde Kuppenheim und eine Abordnung der RADinitiative Malsch, die trotz Dauerregen mit dem Velo angereist waren.

Mit dem Rad-Corso wollte das Netzwerk auf die mangelnden Radwege und Verkehrssicherheit für Radfahrer in der stark frequentierten Innenstadt von Kuppenheim aufmerksam machen. Trotz Polizeibegleitung sorgten die Radfahrer im Nachmittagsverkehr kurz für ein Stocken in der Friedrichstraße und Murgtalstraße.

Die Verkehrswende zur Vermeidung von CO2-Emissionen fängt im Kleinen an. Öfter mal das Auto stehenlassen und aufs Rad umsteigen. Foto: Beatrix Ottmüller

Kuppenheim-for-Future hat klare Vorstellungen, welchen Beitrag die Knöpflestadt gegen den Klimawandel leisten könnte. „Um die Erderwärmung überhaupt noch auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, muss Deutschland bis spätestens im Jahr 2035 klimaneutral sein“, so die Forderung der bundesweiten Fridays-For-Future-Bewegung. Auch in der Knöpflestadt soll dieses Ziel erreicht werden, das strebt jedenfalls das Netzwerk Kuppenheim-for-Future an. Die Aktivisten wollen für die Knöpflestadt eine Nettonull-Emission bei Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 erreichen und das mit ähnlichen Zielen, wie es die Stadt Konstanz bereits vormacht.

Zur Emissionsreduktion werden drei Hauptschwerpunkte diskutiert: Zehn Prozent mehr Fotovoltaikanlagen sollen auf allen nutzbaren Dachflächen in der Stadt bis zum Jahr 2030 entstehen. Pro Jahr sollten zehn Prozent der Bestandsgebäude energetisch saniert werden. Bis zum Jahr 2030 soll die Stadt frei von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sein.

Auf die verkehrsüberlasteten Hauptstraßen von Kuppenheim trauen sich Radfahrer sonst eher selten. Foto: Beatrix Ottmüller

Möglichkeiten zur Umsetzung will das Netzwerk noch in diesem Jahr mit Gemeinderäten, Fraktionen, Bürgermeister, Kirchen und Vereinen diskutieren. Dann sollen konkrete Ziele aufgestellt und eventuell der Klimanotstand für Kuppenheim als Antrag in dem Gemeinderat eingebracht werden.

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