Donnerstag, 13. August, 2020

Stadt sucht Lehrkräfte für Sprachförderprogramm ISI

In Kleingruppen spielerisch den deutschen Wortschatz erweitern – dieses Ziel verfolgt das Sprachförderprogramm ISI (Interkulturelles Lernen-Sprachförderung-Integration). Seit fast zehn Jahren bietet die Schulsozialarbeit der Stadt Rastatt das Projekt an allen städtischen Grundschulen an.

Aufgrund der Coronakrise und den damit einhergehenden Schulschließungen konnten die Sprachkurse in den vergangenen Wochen allerdings nicht durchgeführt werden, was insbesondere Kinder aus Familien, in denen wenig oder kein Deutsch gesprochen wird, doppelt belastet hat. Erschwerend kam hinzu, dass einige Lehrkräfte coronabedingt nicht mehr unterrichten können. Um die Kinder im Schuljahr 2020/2021 wieder unterstützen zu können, werden daher ausgebildete Lehrkräfte im Fach Deutsch oder Personen mit ähnlicher Qualifikation gesucht.

Bastel- und Bewegungsangebote

Durch gemeinsame Aktivitäten wird in den Kursen das Sprechen gefördert. Theoretisch eingeführte Worte und Satzzusammenhänge werden mit Bastel- und Bewegungsangeboten vertieft. „Ein gutes Beispiel ist die Einführung von Worten rund um das Thema Spielplatz“, sagt Projektleiterin Beate Walter-Kölmel. Nach der Theorie besucht die Gruppe gemeinsam einen Spielplatz. Vor Ort werden beim Spielen die Wörter der Spielgeräte und die damit verbundenen Aktionen eingeübt. Anhand von selbstgemachten Fotos auf dem Spielplatz gestalten die Kinder dann ihre eigenen Lernplakate. „Die offene Unterrichtsform und die Arbeit mit Kleingruppen ermöglichen es, auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kinder einzugehen“, betont Beate Walter-Kölmel.

Kinder werden selbstsicherer

Nicht nur die Beständigkeit des Angebots spiegelt die Erfolgsgeschichte des Programms wider, sondern auch die Rückmeldungen der Lehrkräfte am Ende des Trainings. So berichten sie einhellig, dass die zu Beginn oft sehr schüchternen oder schweigsamen Kinder nach einiger Zeit und Übung zwar nicht fehlerfrei, aber doch erheblich selbstsicherer sprechen.

Wer Interesse hat, das Sprachförderprogramm zu unterstützen, kann sich an Beate Walter-Kölmel vom städtischen Fachbereich Jugend, Familien und Senioren unter Telefon 07222 972-9140 oder per E-Mail an beate.walter-koelmel@rastatt.de wenden.

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