Samstag,22. Februar,2020

Tatort-Autor Thorsten Wettcke auf Stippvisite im Tulla-Gymnasium

Thorsten Wettcke kehrte jetzt an seine alte Schule, das Tulla-Gymnasium in Rastatt zurück, um von seiner Arbeit als Drehbuchautor zu berichten. Als Abiturjahrgang 1993 verließ er die Schule und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Berlin. Er schrieb mehrere Filme für die ZDF-Serie „Rosa Roth“ sowie die SAT-1-Roman-Adaption „Die Hebamme“ und wirkt an Netflix-Serien mit. Regelmäßig bereichert er das Ermittlerduo Boerne und Thiel im Münster-Tatort mit neuen Fällen. Sein größter Erfolg war jedoch das Filmprojekt „Das Wunder von Kärnten“, für das er im Jahr 2013 sogar den Internationalen Emmy in der Kategorie „Bester Fernsehfilm“ erhielt.

“Wähle einen Beruf, den du liebst”

Die Schüler der Kursstufe 1 und die Klasse 10b bestürmten ihn mit Fragen wie „Hattest du schon mal eine Schreibblockade?“ oder „Wie lange dauert es, ein Drehbuch zu schreiben und wieviel Recherche benötigt man dafür?“. Auf die Frage, ob er wieder diesen Weg einschlagen würde, sagte Thorsten Wettcke: „Auch wenn einige Durststrecken zu überwinden waren, Schreiben ist für mich der schönste Beruf. Jeder von euch sollte nach dem Abi etwas finden, woran sein Herz hängt, dann gilt nämlich der Satz: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Einblick in ein echtes Drehbuch

Im Anschluss hatten die Jugendlichen Gelegenheit, Teile eines echten Tatort-Drehbuchs zu lesen und mit den fertigen Filmausschnitten zu vergleichen. Dabei zeigte sich schnell, dass viel mehr als nur Dialoge in dem Dokument stehen. „’Int. Day’ heißt die Szene spielt innen und am Tag – das ist eine Info für die Beleuchter am Set!“, erklärte Thorsten Wettcke. Sogar fast unsichtbare Kleinigkeiten sind im Drehbuch beschrieben, zum Beispiel wie der Tisch gedeckt sein soll, welchen Gesichtsausdruck der Schauspieler hat oder welche Hintergrundmusik während der Szene gespielt wird.

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