Dienstag,10. Dezember,2019

Verhandlungen bei Daimler: Tarifliche Leistungen werden nicht gekürzt

Seit Anfang November verhandelt der Gesamtbetriebsrat der Daimler AG mit der Unternehmensleitung über die vom Konzern angestrebte Personalkostenreduzierung um 1,4 Milliarden Euro. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Der Gesamtbetriebsrat konnte verhindern, dass tarifliche Leistungen gekürzt werden. Dazu gehören die Erhaltung der Tariferhöhung im kommenden Jahr, auch die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit ohne Lohnausgleich konnte abgewendet werden. Die Gespräche werden fortgeführt, um die Details auszuarbeiten.

„Keine reine Debatte über Köpfe!“

„Den Beschäftigten darf nicht in die Tasche gegriffen werden! Wir wollen keine reine Debatte über Köpfe führen, der Fokus der Personalkostenreduzierung muss auf der Verbesserung von Prozessen und Abläufen liegen“, fordert Ergun Lümali, stellvertretender Gesamtbetriebsratsvorsitzender Daimler.

Folgende Maßnahmen sollen für Tarifbeschäftigte und Führungskräfte in indirekten Bereichen gelten:

  • Finanzielle Anreize für Mitarbeiter, die früher in Altersteilzeit gehen.
  • Wöchentliche Reduzierung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich.
  • Freiwillige Ausscheidungsvereinbarungen und Frühpensionierungen (Details werden noch ausgearbeitet).
  • Die Beschäftigten, auch wenn sie keiner der drei Anspruchsgruppen des Tarifvertrags angehören, können das tarifliche Zusatzgeld in sechs Freistellungstage wandeln (Voraussetzung: für die Freistellung muss kein Kapazitätsersatz stattfinden)

Die Unternehmensseite hat zusätzlich folgende Entscheidungen im Hinblick auf den indirekten Bereich getroffen:

  • Es werden weniger Zeitarbeiter beschäftigt.
  • Freiwerdende Stellen werden nach Möglichkeit nicht wiederbesetzt

Der Gesamtbetriebsrat fordert, dass die vereinbarten Maßnahmen nicht zu einer Mehrbelastung der Belegschaft führen dürfen. „Die Transformation zieht neue und zusätzliche Aufgaben für die Beschäftigten nach sich. Gleichzeitig verlangt die Unternehmensleitung nun, dass die Transformation mit weniger Personal gemeistert wird. Das Management muss aufzeigen, welche Themen in Zukunft nicht mehr gemacht werden sollen und wie Komplexität reduziert werden kann“, so der Daimler-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Michael Brecht.“ Die Belegschaft brauche eine klare und nachvollziehbare Vorwärtsstrategie. Ein Abbau von Kapazitäten dürfe nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.“

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